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Inhalt / Lernziele
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Lernziele / Kompetenzen:Fachkompetenz: - Betriebliche Prozesse hinsichtlich des Ziels,
Prozessgrenzen, Auslöser, Input, Output, Rollen, Verantwortlichkeiten und
Varianten systematisch zu beschreiben.
- Prozessdokumentationen mit
softwaregestützten Prozessmanagement-Werkzeugen strukturiert aufzubauen
und für organisatorische Zwecke nutzbar zu machen.
- Prozessreife, Digitalisierungsreife und
Steuerungsfähigkeit von Geschäftsprozessen fachlich einzuordnen.
- Zusammenhänge zwischen Prozessgestaltung,
Datenqualität, Systemlandschaft, Schnittstellen, Automatisierung und
Governance zu erklären.
Methodenkompetenz:
- Prozessfälle mithilfe geeigneter
Analyseinstrumente wie Prozesssteckbrief, Readiness-Check, KPI-Set,
Automatisierungsbewertung und Verantwortungsmatrix zu bearbeiten.
- Prozessdaten, Medienbrüche,
Systemübergänge und Kennzahlen für die Bewertung digitaler
Prozessfähigkeit zu identifizieren.
- Automatisierungspotenziale differenziert
nach Nutzen, Regelklarheit, Datenqualität, Risiko und Umsetzbarkeit zu
priorisieren.
- Verantwortlichkeiten, Freigaben und
Kontrollpunkte in digitalisierten Prozessen mithilfe geeigneter Rollen-
und Governance-Modelle zu strukturieren.
Selbstkompetenz:
- Selbstständigkeit: Eigenverantwortliche
Bearbeitung eines realen oder realitätsnahen Prozessfalls von der
Dokumentation bis zur Digitalisierungsbewertung.
- Kritisches Denken: Fähigkeit,
Digitalisierungs- und Automatisierungsvorschläge nicht nur technisch,
sondern auch organisatorisch, wirtschaftlich und risikobezogen zu
beurteilen.
- Reflexionsfähigkeit: Bewusstsein für
Grenzen, Voraussetzungen und Nebenwirkungen digitaler Prozessgestaltung.
- Anpassungsfähigkeit: Entwicklung von
Sicherheit im Umgang mit digitalen Prozesswerkzeugen und dynamischen
Anforderungen an Organisationen.
Soziale Kompetenz:
- Kommunikationsfähigkeit: Fähigkeit,
Prozesslogiken, Digitalisierungsoptionen und Risiken klar, nachvollziehbar
und adressatengerecht darzustellen.
- Teamarbeit: Gemeinsame Bearbeitung
komplexer Prozessfälle in Projektteams mit verteilter Verantwortung.
- Kooperationsfähigkeit: Abstimmung zwischen
Prozessperspektive, Datenperspektive, technischer Umsetzung und
Managemententscheidung.
- Präsentationsfähigkeit: Strukturierte
Vorstellung eines Prozess- und Digitalisierungskonzepts vor einer
fachlichen Zielgruppe.
Lehrinhalte:
1. Grundlagen
der Prozessaufnahme und Prozessdokumentation:
- Prozessziele, Prozessgrenzen, Auslöser,
Input, Output, Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozessvarianten.
- Strukturierte Dokumentation betrieblicher
Prozesse mit softwaregestützten Prozessmanagement-Werkzeugen.
2. Prozessreife,
Digitalisierungsreife und Readiness:
- Bewertung der fachlichen Klarheit,
Stabilität und Standardisierbarkeit von Prozessen.
- Analyse digitaler Voraussetzungen wie
Datenbasis, Systemfähigkeit, Schnittstellen, Medienbrüche und
Steuerungsfähigkeit.
3. Prozessdaten,
Kennzahlen und Automatisierungspotenziale:
- Identifikation relevanter Prozessdaten,
Dokumente, Systeme und Informationsflüsse.
- Entwicklung geeigneter Prozess-KPIs zur
Messung von Qualität, Geschwindigkeit, Fehlern, Nacharbeit und
Automatisierungsgrad.
- Bewertung von Automatisierungsoptionen wie
Workflow, RPA, API, Low-Code-Anwendungen, KI-gestützten
Assistenzfunktionen und menschlichen Entscheidungsanteilen.
3. Governance,
Verantwortung und Transfer:
- Rollen- und Verantwortungsmodelle für
digitalisierte Prozesse, insbesondere Freigaben, Kontrollpunkte,
Eskalationen und Human-in-the-loop.
- Entwicklung eines umsetzungsorientierten
Digitalisierungsdossiers mit Prozessdokumentation, Reifegradbewertung,
KPI-Logik, Automatisierungsbewertung, Governance-Struktur und
Handlungsempfehlung.
Lehr- und Lernmethoden:
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Präsenz-
und Online-Trainings in interaktiven Lernformaten wie z.B. Blended Learning,
Scenario-Based Learning und Flipped Classroom.
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Seminaristischer Unterricht: Grundlagen und
Vertiefung ausgewählter Themen der Prozessdokumentation, Digitalisierung,
Prozesssteuerung und Governance.
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Selbststudium: Anwendung und Vertiefung
softwaregestützter Prozessmanagement- und Analysewerkzeuge.
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Praktische Workshops: Hands-on-Übungen zur
Prozessaufnahme, Prozessdokumentation, Readiness-Bewertung, KPI-Entwicklung und
Automatisierungspriorisierung.
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Übungen: Anwendung der Inhalte auf reale oder
realitätsnahe Fallstudien aus dem Management-Alltag.
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Projektarbeit: Entwicklung eines
Digitalisierungsdossiers in Gruppenarbeit mit laufendem Coaching.
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Diskussionen: Reflexion über Nutzen, Risiken,
Akzeptanz, Verantwortung und organisatorische Auswirkungen digitalisierter
Prozesse.
Literatur:
-
1.
Dumas,
M., La Rosa, M., Mendling, J. and Reijers, H. A. (2018): Fundamentals of
Business Process Management. Berlin: Springer.
2.
vom
Brocke, J. and Rosemann, M. (eds.) (2015): Handbook on Business Process
Management. Berlin: Springer.
3.
Davenport,
T. H. (1993): Process Innovation: Reengineering Work through Information
Technology. Boston: Harvard Business School Press.
4.
van
der Aalst, W. M. P. (2016): Process Mining: Data Science in Action. Berlin:
Springer.
5.
DAMA
International (2017): DAMA-DMBOK: Data Management Body of Knowledge. 2nd ed.
Basking Ridge: Technics Publications.
6.
Westerman,
G., Bonnet, D. and McAfee, A. (2014): Leading Digital: Turning Technology into
Business Transformation. Boston: Harvard Business Review Press.
7.
Kotter,
J. P. (1996): Leading Change. Boston: Harvard Business School Press.
8. Ergänzend:
Aktuelle Dokumentationen und Anwendungshilfen zu Q.wiki, digitalen
Prozessmanagement-Werkzeugen, Workflow-Automatisierung und KI-gestützter
Prozessunterstützung.
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